Zurück in die Zivilisation.

Campen im Oman – dritter und letzter Tag. Highspeed und was man in der Wüste sonst so alles nicht machen soll.

Auch so kann ein Zelt aussehen. Nicht zu sehen ist das bequeme, sandfreie Doppelbett darin.

Die romantische Vorstellung von Düne zu Düne zu surfen durften wir schon am Vortag begraben. Langes Buddeln schärf im Gegenzug den Sinn für das Wesentliche und das ist in der Wüste nun mal das Durchkommen.

Sonnenaufgänge in der Wüste sollte man nie verschlafen.

 

Nach einer großartigen Nacht im Wüstencamp, ein Badezimmer mit festen Wänden unter freiem Himmel macht schon das Zähneputzen zum Erlebnis, und einem mehr als nur eindrucksvollen Sonnenaufgang, ist die Vorfreude auf rund 200 ziemlich sandige Kilometer groß, die Enttäuschung darüber, dass dieser Tag ursprünglich rund 500 Kilometer Sand beinhalten sollte hält sich dennoch in Grenzen.

Mist den wir gemacht haben, haben wir auch wieder mitgenommen.

 

Unterschiedliches Fahrkönnen zwingt von Beginn an zu häufigen Stopps, auch um im Übermut verstreute Anbauteile wieder einzusammeln und somit die Wüste nicht mit zusätzlichem Müll zu belasten.

Startpunkt für das Erklimmen unterschiedlich hoher Dünen.

Am späteren Vormittag erreichen wir ein Camp, das uns als Basis für die bevorstehenden Testfahrten auf einer XXL-Düne zur Verfügung stellt. Der Tourismus ist auch hier längst angekommen, das zeigt sich in der einen oder anderen praktischen Lösung für Probleme die es hier früher gar nicht gab.

Solche Situationen gab es häufig, Schuld war in der Regel der Fahrer.

Rund zwei Stunden bietet sich die Möglichkeit das neue Topmodell des Amarok zu erfahren und mit dem bisherigen Spitzenmodell ebenso zu vergleichen wie mit dem ebenfalls verfügbaren Einstiegsmodell, das sich durch seinen zuschaltbaren Allradantrieb, Untersetzung und ein manuelles Sechsganggetriebe auszeichnet.

Bester Beifahrer / Fahrer den ich mir im Oman nur wünschen konnte. Er zählt zur jungen Garde der Auto Revue.

Alle Modelle zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sich das Team um VW Haustuner in Sachen Offroad, Peter Seikel, um Fahrwerk, Unterbodenschutz und ein paar andere Kleinigkeiten gekümmert hat,  die allesamt dazu beitragen, dass die Pick Up Modelle auf Sand eine besonders gute Figur machen. Den Teammitgliedern vorbehalten sind nur jene Fahrzeuge die mit einer Warn Seilwinde aus dem Hause Taubenreuther ausgestattet sind.

Ein wenig Sand hat es sogar bis nach Wien geschafft.

Dank der Modifikationen steckt der Amarok auch lange Wellblechpisten souverän weg, kompensiert den Übermut der Teilnehmer und liefert auch noch zusätzlichen Komfort.  So geht es Hügel auf und Hügel ab, stets beobachtet von Wüstenfuchs Falko Peters der erst dann zum Funk greift, wenn es wirklich nötig ist.

Wer sein Haus nahe an der Wüste baut, muss es vor Sandstürmen schützen.

Am Ende der Wüstenetappe, hier ist das Auffüllen der Reifen natürlich obligatorisch, erwartet uns die Familie eines heimischen Führers die uns einen tiefen Einblick in ihre Privatatmosphäre gestattet in dem sie uns zu einem späten Mittagessen lädt.

Gegessen wird am Teppich sitzend – das gilt für drinnen und für draußen gleichermaßen.

So sitzen wir am Boden des großzügigen Wohnzimmers, vor uns eine große Auswahl klassischer Kost, angerichtet auf einem breiten Plastiktischtuch, das im Anschluss an das Mahl, mitsamt aller Reste in den Mistkübel wandert. So ist das auch wenn wir nicht da sind, wird uns zumindest versichert.

Den Weg nach Maskat zieren viele neue Siedlungen.

Zurück nach Maskat geht es über ein gut ausgebautes Straßennetz und trotz der geringen Einwohnerzahl von gerade einmal 4,4 Millionen Menschen (die Gesamtfläche des Oman ist nur gerinfügig kleiner als jene von Deutschland) herrscht hier dichter Verkehr.

Ein Hauch vom Tom Raider mitten in Maskat. Fahrtende einer tollen Reise.

Das Grand Hyatt wäre überall auf der Welt eine kleine Sensation, nach drei Tagen voller Staub und Sand mutet die elegante Auffahrt wie eine Rampe in eine andere Welt an. Eine Rampe die wir mit einer ganzen Horde neuer Pick Up-Modelle erklimmen die alle so aussehen als wären sie monatelang in der Wüste unterwegs gewesen.

Das – Campen im Oman Team – bei der Morgenbesprechung.

Mit dem Einstieg in das Hotel-Wlan endet das Reiseerlebnis binnen Sekunden obwohl uns noch ein halber Tag in Sachen Sightseeing bleiben würde. Schnell noch ein paar ganz wichtige Mails beantworten, erste Bilder versenden, natürlich nicht vom Auto um nicht gegen die Sperrfrist zu verstoßen und dann geht es frisch geduscht zum Abschiedsabendessen auf die Hotel Terrasse.

Sonnenaufgang über Maskat.

 

Der Oman hat uns in drei Tagen viel gezeigt und doch nur eine Idee davon gegeben was es in diesem Land alles zu entdecken gibt. Das passende Auto um hier noch ein paar Monate unterwegs zu sein hätten wir mit dem Amarok bereits, nur an der Zeit mangelt es uns erheblich.

Zwischenstopp in München, zwei Stunden später sind wir in Wien.

Ein paar Stunden später hat uns die Heimat wieder, mit drei Grad unter Null und jeder Menge Schnee.

Das könnte Dich auch interessieren …