Volles Haus bei wenig Überraschungen.

Der Caravan Salon Austria bestreitet auch heuer klassische Wege und kann dabei in allen Campingbereichen ein Grundangebot liefern. Das Engagement einzelner österreichischer Hersteller fällt heuer besonders stark auf, auch weil sie in ihren Segmenten durchwegs echte Topprodukte präsentieren.

Sieht wilder aus als sie eigentlich ist, die Luftburg von GentleTent.

Das gilt für die Wiener GentleTent Truppe mit ihrem aufblasbaren Schlafdach / Hardtop genauso wie für die Bodenständigkeit von easygoinc (Heimvorteil in Wels) die unter anderem mit einem dezent modifizierten VW T4 und einem Citroen Berlingo Camper für leistbares Aufsehen sorgen.

Vom Transportkoffer zur Einraumwohnung in wenigen Minuten – eine entsprechende Innenverkleidung wird Easy Camping erstmals am 17. November in Leobersdorf präsentieren.

Top auch die Idee von der jungen Firma Easy Camping einen Transportanhänger binnen weniger Minuten zum Wohnwagen umzurüsten. Dieser Case Camper getaufte und in Marchtrenk gebaute Anhänger präsentiert sich dabei genauso praktisch wie die Küchenboxen von go-outside aus Salzburg.

Wer mit Lieferzeiten umzugehen weiß, bekommt bei Geocar die tollsten Wohnkabinen. Hier hat sich der Kunde für einen Ford Ranger mit verlängerter Einzelkabine als Basis entschieden.

Aus Bad Vöslau angereist ist erstmals die Firma Geocar, die nicht nur die leichtesten sondern auch die elegantesten echten Wohnkabinen für Pick Up Modelle zeichnet, baut und vertreibt.

Wo Hammerpreis drauf steht ist bei Gebetsroither auch ein Hammerpreis drin. Hier am Beispiel eines Kastenwagen Modells von Adria.

Mit viel Elan und dem kompletten Modellprogramm für 2019 präsentieren sich auch die führenden Marken der österreichischen Campingbranche wie unter anderem Adria, Pössl, Carthago, LMC, Dethleffs, Bürstner, Chausson, Clever, Knaus, Hymer, Fendt, Hobby,  und erstmals auch Etrusco.

Der Name des beliebten Vororts von Los Angeles passt gut zu den fein ausgestatteten Kastenwagen-Modellen.

Die Fahnen der Automobilhersteller werden heuer ausschließlich durch Mercedes-Benz hochgehalten.

Dachzelt und Fahrzeugumbau stammen von Horntools, das Motorrad auf der Mercedes-Benz X-Klasse Pritsche von einem lokalen Hersteller.

Spannung und teilweise auch beachtliche Preisnachlässe garantiert das Gebraucht Angebot im Freigelände und keinesfalls versäumen sollte man das Angebot in der heuer erstmals aktiven Halle 9 die einen ziemlich bunten Mix bietet.

Der Name ist Programm – in den Hymer Kastenwagen Modellen ist Freiheit wirklich spürbar.

Verglichen mit den großen internationalen Messen kann Wels die Ansprüche wie immer nur bedingt erfüllen und das liegt nicht nur am verhältnismäßig kleinen österreichischen Markt sondern auch an der Konzentration auf Modelle bis 3,5 Tonnen, da die Betriebskosten und auch die Einschränkungen bei schweren Fahrzeugen hierzulande so groß sind, dass sich das kaum jemand leisten will.

Einen Volkswagen T6 mit allem an Bord was ein Camper braucht, gibt es bei Caramobil bereits um weniger als 50.000,- Euro.

Den unverändert sehr traditionellen Zugang zum Segment verrät auch die ungebrochene Dominanz des Fiat Ducato als Basis. Von einer Handvoll Mercedes-Benz Modelle und dem einen oder anderen Volkswagen (darunter nur ein Crafter) abgesehen konzentrierten sich fast alle Anbieter auf die süditalienische Basis, die auch als vom gleichen Band laufend als Citroen Jumper sehr beliebt ist.

Österreich hält dem Fiat Ducato auch weiterhin die Treue. Alle anderen Basismodelle zusammen gezählt sind in Wels weniger oft zu sehen als er.

Schade auch, dass in Wels mit Ausnahme des voll vernetzten Mercedes-Benz Sprinter keine einzige Studie zu sehen ist, die zeigen würde wohin der Campinghase in Zukunft laufen wird. Das stört speziell die jungen Besucher, die stets nach Erneuerung drängen. Die Jungen sind es auch die sich ein größeres Angebot an Kastenwagen-Modellen für vier Personen wünschen würden. Hier haben nicht nur Wels, sondern in erster Linie die Hersteller noch Aufholbedarf.

Neben Carthago decken auch Morelo und Concorde luxuriöse Ansprüche der Messebesucher ab.

Positiv seien abschließend noch die Preise für Eintritt und Gastronomie vor Ort ebenso erwähnt, wie das gut funktionierende Parkleitsystem wodurch auch nichts gegen einen Messe-Besuch am Wochenende spricht. Wer schon Camper ist und wer Camper werden will kommt um einen Besuch in Wels nicht herum, auch in dieser Hinsicht zeigt sich die österreichische Leitmesse unverändert.

Der Kastenwagen für vier Personen ist auch bei Pössl die Ausnahme.

Der Caravan Salon Austria hat noch bis 20.10. täglich von 10.00 bis 18.00 geöffnet und am 21.10. von 10.00 bis 17.00. Die Tageskarte kostet 11,50 Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen keinen Eintritt. Weitere Infos unter www.caravan-wels.at

 

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