Ein Bett, ein Dach, ein Schlafgemach.

Der Einstieg in die Marco Polo Welt heißt bei Mercedes-Benz Activity.

Oft wünsche ich mir einfach nur eine einigermaßen ebene Fläche auf der ich unabhängig von Wind und Wetter einen Schlafsack ausrollen kann. Das kann spätabends auf irgendeiner Autobahn genauso sein wie frühmorgens nach einer langen Nacht am Strand inkl. Sonnenaufgang schauen. Eine Küche braucht in so einer Situation niemand, ein Badezimmer auch nicht und auch ohne maßgefertigte Stauschränke lässt es sich gut zu recht kommen. Wichtig ist eigentlich nur, dass der Bettenbau leicht von der Hand geht und dass er technisch überhaupt möglich ist.

Spanien bietet nicht nur Sommer, Sonne und Meer sondern auch wunderbare Rennstrecken. In Valencia fiel es mir nur bedingt schwer den Vito für 24 Stunden gegen einen Ford Focus RS zu tauschen.

 

Wer den Vito Activity wählt bekommt nicht nur das Feature eines Doppelbettes im Fahrzeuginneren sondern auch ein weiteres Ruhelager im Aufstelldach geboten. Bis zu vier Personen können sich so ziemlich bequem den gewünschten Schlafbedarf sichern. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch eine simple und dennoch effiziente Verdunkelungsoption und die Möglichkeit sein Wunschklima mittels Standheizung einzustellen. Wer alleine reist erhält gar eine Zweizimmer Wohnung die für die Nacht auch großen Mountainbikes sicheren Unterschlupf bietet während man selbst hoch über den Dingen im Aufstelldach vor sich hinträumt.

Sonnenaufgang am Meer – wer das in der ersten Reihe genießen will ist mit dem unauffälligen Marco Polo gut beraten.

Ähnlich wie beim Lotto wo auch nur jene gewinnen können die auch mitspielen ist das stets griffbereite Bett nur dann an Bord wenn es zuvor auch bestellt wurde. Für ein bei der Bus Version geschätztes Panormadach bleibt dann kein Platz mehr und wer bereit ist auch auf das eine oder andere weitere Extra zu verzichten hat den Aufpreis für die Betten schnell wieder eingespart.

Moderne Mountainbikes brauchen enorm viel Platz. Wie gut dass es hier ein zweites Bett im ersten Stock gibt.

Auch beim Antrieb muss es beim Vito Activity nicht das Topmodell sein. Die 163 PS Diesel Variante mit optionalem Allradantrieb stellt hier ein harmonisches Angebot dar mit dem man im Alltag genauso gut aufgestellt ist wie auf der Langstrecke. Der Allradantrieb sorgt in erster Linie für eine Unabhängigkeit von den Befindlichkeiten des Wetters und ist ein Nice to have aber keine echte Voraussetzung um die Vorteile des günstigsten Marco Polo Modells genießen zu können.

Wenn es richtig stürmt ist der untere Liegeplatz die bequemere Wahl. Das Fahrrad steht dann draußen, angekettet an eine Felge.

Anlässlich einer zweiwöchigen Tour entlang der spanischen Ostküste bot mir der Activity vier Nächte lang ein bequemes Zuhause. Einmal auf einem Campingplatz weil gerade weit und breit kein Hotel zu finden war, zwei Mal direkt am Meer wo jedes größere Auto schon bei der Zufahrt gescheitert wäre und zum Schluss einmal an einer Tankstelle unweit der Autobahn. Zum Erlebnis Camping gesellte sich somit ein messbarer Zeitgewinn und dadurch zusätzlicher Urlaub in Form von mehr Zeit für Sport und Genuss.

Wenn die Sonnenstrahlen die Nase kitzeln und der Blick hinaus auf Palmen fällt dann muss schon ziemlich viel ziemlich gut laufen.

Rückblickend betrachtet könnte das Handling des integrierten Klapptisches einfacher ausfallen und bereits ab Werk an eine ordentliche Abstellfläche für den externen Kühlschrank (und an entsprechende Anschlussmöglichkeitzen) gedacht werden. Gut zu Gesicht stehen würden einem so aktiven Fahrzeug auch Ablagenetze da und dort um diverses Kleinzeug nicht ständig im ganzen Auto suchen zu müssen.

 

Das Aufstelldach habe ich oft genutzt aber nur in einem einzigen Fall auch fotografiert. Trotz der miserablen Fotoqualität darf ein solches Bild natürlich nicht fehlen wenn der Vito Marco Polo Activity beschrieben wird.

Nichts zu verbessern gibt es hingegen bei den universellen Eigenschaften des Activity der im Alltag einen ebenso guten weil geräumigen, wirtschaftlichen und garagentauglichen Job macht wie in der Freizeit. Er ist so etwas wie der erste eigene Camper mit dem großen Unterschied dass er im Gegensatz zu den gleich nach dem Führerschein erworbenen Modellen nicht nur deutlich teurer sondern auch schneller, sparsamer, sicherer, zuverlässiger und familientauglicher ist. Quasi ein Auto dass sich mit uns weiter entwickelt hat.

Im Kofferraum fand sich reichlich Platz für den hier angebotenen Cava der nicht nur in Spanien sehr beliebt ist.

 

Allrad ist kein Muss, wer jedoch gerne abseits der Straße steht kommt im Fall der Fälle sicherer und schneller wieder weg.

 

Im Alltag war es ein Liter mehr als der hier entlang der spanischen Küste eingefahrene Bestwert.

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