Ein Äffchen für unterwegs.

Erfunden um Mobilität sicher zu stellen, geht die Geschichte der Honda Monkey bis in die frühen 60er Jahre zurück. Glaubt man Wikipedia, so entstanden die ersten Prototypen in einem bis heute zu Honda gehörigen Vergnügungspark als Spielzeug für Kinder.

Mal schnell von der Wiener Innenstadt zum Nikon Service nach Traiskirchen. Schnell nicht aber auf jeden Fall spannend.

Erst das große Interesse der Besucher führte einige Zeit später zur Serienfertigung und noch viel später zu einem weltweiten Vertrieb.

Klare Spielregeln. Eine Person mit maximal 105kg und dazu 3kg Gepäck. Für schnelle Camping Einkäufe empfiehlt sich die Montage eines Körbchens.

Im Visier waren damals die Camper (diese erlebten gerade ihren ersten Boom) die nicht für jede Erledigung ihr Wohnmobil in Bewegung setzen wollten. So schnallte man einfach die Monkey hinten drauf und fertig. Die großen Heckgaragen wie wir sie heute kennen, waren damals noch nicht erfunden. Mit dem Ende des offiziellen Imports nach Europa verstummte vor vielen Jahren auch die Nachfrage auch weil zwischenzeitig kleine Roller und Elektrofahrräder die Mobilitätssicherung auf Campingplätzen übernommen hatten.

Eine halbe Stunde kreuz und quer durch mittelschweres Gelände hat der Honda nichts ausgemacht. Nur an echten Steilhängen geht ihr die Kraft aus.

Erst in letzter Zeit wurde der Ruf nach der Monkey wieder lauter zumal sich Honda dazu entschieden hatte eine neue Monkey auf die Räder zu stellen.  Dennoch war es erneut ein langer Weg bis die ersten Modelle zulassungsfähig bei uns eintrafen.

Das Cockpit macht ganz auf Erwachsen.

Wie alles neue Alte ist auch die Monkey gewachsen und mit rund 100 Kilogramm kein Federgewicht mehr. Auch beim Preis hat sie auf stolze 4.090,- Euro zugelegt und wie erwartet macht all dies der Faszination keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.

Wichtigste Ausstattung ist die Hupe – speziell LKW Fahrer gilt es ständig darüber zu informieren, dass da noch wer ist.

Knapp 10 PS stark schlingelt sich die mit einem 125 ccm Motor ausgestattete  Monkey einem Fahrrad gleich durch die Automassen, taugt mit Tempo 95 Spitze zur Not auch für die Autobahn, besticht durch ein überraschend gutes Fahrwerk und ordentliche Bremsen und macht dank der grob profilierten Reifen auch abseits der Straße viel Spaß.

Man kann es auch übertreiben – einem Fahrzeug das mit einem Liter Benzin rund 70 Kilometer weit fährt so viel Auspuff zu verordnen ist unhöflich.

Wer auf die komplexe Abgasrückführung acht gibt, kommt sogar im echten Gelände (auch dank des manuellen Vierganggetriebes) gut voran, wer von keinem LKW-Fahrer übersehen werden will montiert, so wie wir es von Fahrradanhängern kennen, eine Antenne samt Fähnchen ans Heck.

Qual der Farbwahl – gelb ist perfekt, rot schon fast ein wenig zu ernsthaft und schwarz unpassend weil es versucht die gewünschte Fröhlichkeit durch Unauffälligkeit zu ersticken.

Erhältlich ist die neue Monkey ab sofort in gelb, rot und schwarz bei allen österreichischen Honda Händlern.

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