Das große Finale.

Tag 7 bis Tag 10 – Wer einen California vor der Türe stehen hat, kann sich ganz spontan dafür entscheiden, übers Wochenende campen zu gehen.

Die Markise sichert zusätzlichen Raum, der sich gut gegen Sonne aber schlecht gegen starken Regen schützen lässt.

Wenn sich dann auch noch ein wunderbares Plätzchen am nahegelegenen Neufeldersee (der Campingplatz ist einfach aber ganz wunderbar) spontan auftut, heißt es Kindersitze montieren, Bettzeug zusammenpacken und im Supermarkt die Kühlbox zu füllen. Um die nicht gerade üppigen Raumverhältnisse für vier Personen im California wissend, wandert auch noch ein XXL Zelt in den Kofferraum.

Isofix Halterungen in der zweiten Reihe ermöglichen eine schnelle Montage von Kindersitzen. Der Fußraum reicht auch für große Kühlboxen.

Einem perfekten Wochenende steht nichts mehr im Wege, nicht einmal der beim Zeltaufbau einsetzende Regen kann die Laune trüben. Eine Stunde später bei immer noch sehr guter Laune, wird die Chance das undichte Luftzelt dicht zu bekommen erfolglos abgehakt. Rücken wir halt enger zusammen auf den insgesamt vier Schlafplätzen die der California bietet. Geschützt durch die weit ausfahrende Markise kann uns der langsam zu Ende gehende Regen nichts anhaben und so genießen wir ein spätes Abendessen im Schutze des California bevor wir früh zu Bette gehen.

In der unteren Ebene schläft es sich bequemer als man dies bei der Betrachtung dieses Bildes vielleicht vermuten würde.

Sowohl im Aufstelldach als auch in der unteren Ebene sind ausreichend Durchlüftungsmöglichkeiten gegeben und auch der Schutz vor der Morgensonne geht in Ordnung. Nicht zu vermeiden ist aufgrund der beim Beach fehlenden Schränke eine leichte Unordnung die fortan stündlich anwachsen sollte. Geschützt werden will dabei der Zugang zum Bett im Dachgeschoß, da um dorthin zu gelangen der Beifahrersitz betreten werden muss. Ein Handtuch hält die Sitzfläche sauber, der Camping Platz Stromanschluss die Kühlbox am Laufen.

Ein Erwachsener und ein Kind finden im Dachgeschoß genug Platz, auch hier ist der Schlafkomfort sehr gut.

Auch die nächste Nacht ist dank müder Kinder (ein Tag am See fordert nicht nur die Eltern) durchaus erholsam und so brechen wir die Zelte erst ab als am Horizont fette Regenwolken aufziehen. Die ersten Tropfen sind bereits zu spüren, als wir die letzten Taschen im Auto verstauen. Der Entschluss zur spontanen Abreise begründet sich auch in der mangelnden Bewegungsfreiheit für vier Personen im California. Mehr als iPad schauen oder schlafen ist im vollgeräumten Auto kaum möglich.

Tagsüber dient der Kopfteil des Bettes als Ablage für eh fast alles.

Erwähnt werden muss aber in diesem Zusammenhang, dass ein eigener California bestimmt mit mehr System beladen werden würde wodurch sich dann auch vier ordentliche Sitzplätze rund um den Tisch realisieren ließen. Zwei Tage später ist es an der Zeit den Testwagen zu retournieren. Eine halbe Stunde hat es gedauert all die Dinge die in zehn Tagen an Bord gekommen sind wieder auszuräumen, eine weitere Stunde verschlingt die Innenreinigung und die ist dann immer noch nicht perfekt.

 

FAZIT:

Die Rückgabe des superpraktischen Allrounders erfolgt schweren Herzens.

Der California ist das perfekte Reisemobil für all jene die einen luxuriösen, voll alltagstauglichen Van brauchen in dem sie fallweise auch übernachten können. Die Topversion fährt sich fast wie ein Oberklasse Kombi und ist auch ähnlich handlich. Dazu passen dann auch der aufgerufene Preis und die nahezu unendlich vielen Einsatzmöglichkeiten. Die Ausstattung mit Tisch und zwei Sesseln vermag ebenso zu überzeugen wie die vielen Abdunkelungsmöglichkeiten und die hochwertige Ausführung aller vorhandenen Einbauten, vom Dachverschluss bis zur Heckablage. Top auch der Verbrauch der sich bei gut neun Litern eigependelt hat und die möglichen Reisegeschwindigkeiten, ganz egal ob bei strahlender Sonne oder Dauerregen.

Alle Einbauten sind stabil und durchdacht. Während der Fahrt muss die rund 40 Kilogramm schwere (inkl. Inhalt) Kühlbox dennoch zusätzlich fixiert werden.

So lange das Wetter schön ist steht auch einem Campingurlaub zu viert nichts im Wege, wenn es allerdings kalt oder gar nass wird und man den Bus eigentlich gar nicht mehr verlassen will, wird es eng, richtig eng. Da bedarf es entsprechender Zusatzeinbauten und viel Gefühl um sich nicht ständig auf die Zehen zu treten. Eine spannende Idee wäre es den California für den Urlaub mit einem Wohnwagen zu koppeln um somit eine Zweizimmerwohnung zu generieren. Der Raumgewinn würde auch den ansonsten fast unmöglichen Transport von sperrigem Sportgerät vereinfachen und dank Standheizung und Allradantrieb wäre auch Winter- oder zumindest Herbst- und Frühjahrscamping ein Thema.

All jene denen der California zu eng ist blicken voll Vorfreude in Richtung Grand California. Von der Tiefgaragentauglichkeit und ein paar anderen Kleinigkeiten vermutlich einfach ein sehr geräumiger California. Man darf gespannt sein.

All diese Erkenntnisse die uns die 10 Tage an Bord des California beschert haben sind für Volkswagen nicht neu. Inspiriert durch tausende Interessenten die zu einem ähnlichen Fazit kamen wie wir, hat VW den Grand California entwickelt. Nächste Woche Donnerstag erfolgt die offizielle Weltpremiere am Vorabendevent des Düsseldorfer Caravan Salons. ichcampe.at ist vor Ort dabei und wird ausführlich berichten.

INFO: www.vw-nutzfahrzeuge.at,

Unser Tipp für einen Aufenthalt am Neufeldersee. Im ersten Stock der Badkantine findet sich mit dem Reisinger ein feines Restaurant mit fairen Preisen für all jene die auch beim Camping dem Griller mal eine Pause gönnen wollen.

INFO: www.der-reisinger.at,

 

 

 

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