Alles anders.

Tag 3: Es ist 22 Uhr 45 als ich mich in mein Aufstelldach verkrieche. Begonnen hat der Tag erstmals gegen 2 Uhr 30. Schuld waren nicht die Motorräder, die sind in der Dunkelheit kein Thema, sondern die Feuerwehr die in voller Mannschaftsstärke zu einer Menschenbergung nach einem Autounfall ausrücken musste.

Cockpit aus der Vogelperspektive am frühen Morgen.

Herausgestellt hat sich der Unfall dann als mittelgroßes Hoppala eines Alkolenkers, der nicht verletzt sondern einfach nur zu betrunken war um selbständig das Auto zu verlassen.

In der Mitte der Stall, rechts im Bild der Stellplatz.

Jeder einzelne Feuerwehrmann sollte in solchen Fällen für die Stunden Schlafentzug entschädigt werden. Meine Termine starten ebenfalls in den frühen Morgenstunden und führen mich im California kurz nach Sonnenaufgang über das Hinterthal nach Hallein und Salzburg um am späten Nachmittag wieder daheim im Wienerwald zu sein.

Das Hinterthal ist wunderschön, was jedoch völlig fehlt ist eine Ortsstruktur. Kein Bäcker, kein Greisler, kein Nichts.

Beinahe zumindest, wäre da nicht bei der Ortseinfahrt der Anruf eines Kunden eingelangt, der mich am nächsten Tag gerne in Kärnten gesehen hätte. Solche Situationen heben den praktischen Nutzen des California auf ein kleines Podest.

Die 15 Prozent Gefälle waren es auch die dem Alkolenker zum Verhängnis wurden.

Schnell daheim geduscht, den tagesaktuellen Bürokram erledigt und um 19.25 bei Billa hineingestürmt (am Land ist fallweise immer noch um 19.30 Sperrstunde) und das Abendessen eingekauft.

Ein Billa findet sich immer irgendwo, ist er allerdings schon geschlossen verliert er deutlich an Anziehungskraft.

Eineinhalb Stunden später ist der ziemlich leere Stellplatz in Judenburg erreicht, der zwar keine Aussicht bietet im Gegenzug aber ziemlich leise ausfällt. 8,- Euro sind dann auch ein fairer Preis der aber erst am nächsten Tag bezahlt werden kann, heute ist schließlich keiner mehr da. Noch schnell ein paar nette Worte mit den Schweizer Nachbarn gewechselt, Zähne geputzt und in den ersten Stock gekrochen.

Das Fahrlicht des California macht jede Nacht zum Tag. Unglaublich hell.

Schon wieder ein ganz „normaler“ Arbeitstag der ohne California deutlich anstrengender verlaufen wäre. Die heute zurückgelegten 640 Kilometer sind jedenfalls wie im Flug vergangen und an Bord herrscht immer noch einigermaßen Ordnung, trotz des bescheidenen Stauraums. Als abendliches Highlight im wahrsten Sinne des Wortes habe ich die LED Beleuchtung in der Heckklappe entdeckt. Auch da hat sich bei Volkswagen wer was überlegt.

INFO: www.vw-nutzfahrzeuge.at

 

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